Zum Inhalt springen
© blickwinkel / C. Wermter; montiert mit Illustration von Susanne Smajić

Grünland

Blütezeit des Grünlandes: 1920–1960

Als Anfang der 20er Jahre dieses Jahrhunderts viele der Kiefernforste einem Flächenbrand zum Opfer fielen, wurden die meisten Brandflächen und die letzten der noch vorhandenen Heidereste in Grünland umgewandelt.


Man nutzte die Wiesen und Weiden entsprechend den natürlichen Standortgegebenheiten – nährstoffarme, zum Teil sandige, feuchte Böden – zunächst noch recht extensiv für die Milchwirtschaft. Im Zusammenhang damit sind zahlreiche Feldställe vor allem im Ostteil der Dingdener Heide entstanden, die als Melkunterstände dienten. Einige von ihnen sind heute noch vorhanden. Sie sind aus Holz gebaut und tragen ein Giebeldach aus Ziegeln. Für die Wasserversorgung des Weideviehs wurden Ziehbrunnen gebaut.

 

Kurz vor dem 2. Weltkrieg wurden noch leistungsfähigere Rinderrassen aus den Niederlanden und dem Emsland eingeführt und der Viehbestand insgesamt erheblich erhöht. Durch die Kriegswirren wurde die weitere Intensivierung der Landwirtschaft aber zunächst wieder unterbrochen.

 

Im Konzept der Zeitreise soll diese "Zeitzone" durch das heutige Naturschutzgebiet "Dingdener Heide" repräsentiert werden. Hier wird seit 1987 durch entsprechende Bewirtschaftungsmaßnahmen versucht, große, extensiv genutzte Feuchtwiesenflächen zu erhalten, in denen viele, heute vom Aussterben bedrohte Wiesenvögel wie zum Beispiel der Große Brachvogel, der Rotschenkel oder die Uferschnepfe brüten.