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Durch
die Aufteilung der Marken in Privateigentum trennten sich die Wege
von Land- und Forstwirtschaft. Die Privatisierung gab den einzelnen
Grundeigentümern freie Hand bei der Bewirtschaftung ihres Landes.
Wer über Kapital und entsprechendes Wissen verfügte, forstete
die ehemaligen Heideflächen mit Kiefern auf. Einer der Pioniere
auf diesem Gebiet war Carl- Leopold Fürst zu Salm-Salm. Man
wählte diese genügsame, schnellwachsende Nadelbaumart,
weil der durch jahrhundertelangen Raubbau völlig ausgezehrte
Heideboden für den forstlichen Anbau heimischer Laubbaumarten
nicht mehr geeignet war. Außerdem versprach der große
Holzbedarf der Montanindustrie im nahegelegenen Ruhrgebiet gute
Absatzmöglichkeiten.
Kiefernholz war vor allem im Bergbau sehr
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geschätzt,
weil das Holz schon mehrere Stunden knackt, bevor ein Stollen zusammenbricht.
Über diese „Warnfähigkeit“ verfügt nur
Kiefernholz. Um die jungen Kiefernforste vor dem Weidevieh zu schützen,
wurden Erdwälle aufgeschüttet. Man begann außerdem
ein dichtes Netz von Forstwegen und Entwässerungsgräben
zu bauen.
Die Kultivierung der noch vorhandenen Heideflächen
wurde vor allem aber durch die Einfuhr von Guano-Dünger (um
1860) und die Verbreitung von Kunstdünger (um 1890) vorangetrieben.
Die Plaggendüngung war damit überflüssig geworden.
In der Viehzucht kamen neue leistungsfähigere Rassen auf den
Markt, wie zum Beispiel das Schwarzbunte Niederungsrind, das vor
allem im Rheinland, aber auch im Raum Dingden weit verbreitet war.
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