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Mit Beginn der Frühen
Neuzeit zwang der starke Bevölkerungszuwachs und die damit
verbundene Zunahme der Hofstellen dazu, die Nutzung der Marken in
eigenen Markenordnungen zu regeln, um die weitere Waldverwüstung
aufzuhalten. Für das Gebiet der Dingdener Heide sind zum Beispiel
die Markenordnungen der Fürstbischöfe zu Münster
und der Fürstlich Salm-Salm´schen Grundherren überliefert.
Waldweide und Streunutzung wurden darin zwar eingeschränkt,
doch konnten auch die Markenordnungen nicht verhindern, dass die
Gemarkung Dingden in den folgenden Jahrhunderten zu einer fast baum-
und strauchlosen Heidelandschaft wurde. Vom ehemaligen Waldreichtum
waren um 1800 nur noch kleine Bauernwäldchen übriggeblieben.
Das Wort „Heide“ wird schon
1536 urkundlich erwähnt.
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Aus benachbarten
Ortschaften ist die Bezeichnung „Heideklopfer“ überliefert.
Hierbei wird auf die Hacke angespielt, mit der die Bodenplaggen
abgeschält wurden. Während im Wald die Schweinehude von
großer Bedeutung war, konnten auf den futterarmen Heideflächen
nur noch Schafe weiden. Sie lieferten neben Fleisch zwar auch Wolle,
die zunächst auf den Höfen und später in den Spinnereien
der weiteren Umgebung von Bocholt und Borken verarbeitet wurde.
Als Mitte des 19. Jahrhunderts Baumwolle
und preiswerte australische Wolle auf den europäischen Markt
kamen, wurde die Schafhaltung in der Dingdener Heide unrentabel.
Erst als mit der Markenteilung zwischen 1810 und 1843 die bis dahin
gemeinschaftlich genutzten Marken in Privateigentum aufgeteilt wurden,
verbesserte sich die wirtschaftliche Lage allmählich wieder.
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