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Bis
in die frühe Neuzeit hinein war der Wald die wichtigste Lebensgrundlage
für Mensch und Vieh. Er lieferte Bauholz und Flechtmaterial
für Häuser und Zäune, Brennholz zum Heizen, Wildbret,
Beeren und Honig für die Küche und Dünger für
den Acker. Vor allen Dingen aber war er Weideland für Rinder,
Ziegen und Schweine.
Da die meisten Wälder Gemeinbesitz, sogenannte Marken, waren,
konnte sich jeder Bauer das herausnehmen, was er für seinen
Lebensunterhalt brauchte. Die hofnahen Waldflächen wurden dabei
natürlich besonders stark beansprucht.
Bei der Streugewinnung, dem Plaggenhieb, wurden
die obersten Bodenschichten abgehackt und dann als Einstreu für
die Ställe verwendet. Mit Viehdung vermischt, ergab dies einen
ausgezeichneten Dünger, der im Frühjahr
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auf dem Acker
verteilt wurde. Dadurch entstanden im Laufe der Jahrhunderte sehr
fruchtbare, uhrglasförmig aufgewölbte Äcker, sogenannte
Plaggenesche, mit einer meterdicken Humusschicht, die heute noch
im Gelände zu erkennen sind. Auf diesen Feldern wurde überwiegend
Roggen, Buchweizen oder Hafer angebaut.
Um das überall umherstreifende
Weidevieh fernzuhalten, mußten die Äcker mit Wallhecken
oder groben Holzzäunen eingefriedet werden. Durch Holzeinschlag,
Waldweide und Streunutzung wurde die Baumschicht der Wälder
immer weiter aufgelichtet und ihr Boden immer weiter ausgehagert.
Auf den Waldböden wuchsen bald nur noch genügsame Pflanzen
wie Pfeifengras, Borstgras oder Heidekraut.
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